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Kreisverein Freudenstadt


Presse 2008

Bericht über die Aufführungen Theaterstück "Maria", Schwarzwälder Bote, 29.11.08


15.10.08, Südwestpresse Freudenstadt

Die Aufführung des Jugendtheaterstückes "Maria" in Horb und Freudenstadt soll dabei unterstützen, ungewollte Teenagerschwangerschaften zu verhindern.

MONIKA SCHWARZ, Kreis Freudenstadt.

"Bereits zum dritten Mal veranstaltet Donum Vitae in Kooperation mit dem Jugendamt sowie den Stadtjugendreferaten Horb und Freudenstadt eine Präventionsveranstaltung zum Thema Teenagerschwangerschaften. Zu den beiden Aufführungen in Horb (21. November, Mensa desHohenberg-Schulzentrums) und in Freudenstadt (27. November, Kinder-und Jugendzentrum) werden gezielt Schüler aus achten Schulklassen eingeladen -" weil sich gezeigt hat, dass alles andere vom Alter her noch zu früh ist", erklärt Maria Flaig-Maier vom Jugendreferat der Stadt Horb. Ziel des Theaterstückes, das in Zusammenarbeit zwischen dem Duo Q-Rage und der Arbeitsgruppe "Kommunikation, Medien, Öffentlichkeitsarbeit" des Landesverbandes "donum vitae" entstand, ist die Sensibilisierung der Jugendlichen im Hinblick auf die Themen Liebe, Partnerschaft und Sexualität. Insoweit ist vorgesehen, im Anschluss an die 45- minütige Aufführung die Thematik in geschlechtshomogenen Kleingruppen unter fachlicher Anleitung zu diskutieren und aufzuarbeiten. Gerade in der gelösteren Atmosphäre nach dem Theaterstück fällt es Jugendlichen häufig einfacher, über schambesetzte Themen zu sprechen- so jedenfalls die bisherige Erfahrung der Beteiligten.Wie sich die Gespräche in den einzelnen Gruppen dann aber tatsächlich entwickeln,sei von Fall zu Fall verschieden, ergänzt Heike Wöhr von "donum vitae". "Wir haben da schon alles mögliche erlebt". Schlussendlich hänge dies natürlich auch von der Vorarbeit ab, die in den Schulklassen geleistet wird. Dass diese im Einzelfall noch verbesserungswürdig sei, betonte Elke Riedel vom KiJuz in Freudenstadt. "Viele nehmen das Theaterstück und die anschließende Diskussion als Impuls und arbeiten dann hinterher weiter mit dem Thema", weiß sie aus Erfahrung, vorher passiere meistens nicht so viel. Befragt nach konkreten Effekten, betonte Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig, dass solche jedenfalls nicht messbar seien- "und trotzdem müssen wir sagen, wir brauchen das". Für Orzschig ist das Theaterprojekt letztlich der Versuch, die Thematik - mit der man sich nicht mehr wirklich beschäftige - wieder "sprachfähig" zu machen. Allerdings gehe es durchaus auch um Verantwortung, betonte Maria Flaig-Maier, beziehungsweise um einen gefühlvolleren Umgang mit dem Thema, wie Elke Riedel es ausdrückte. Damit das Thema auch die Eltern der involvierten Schüler erreicht, werden sie - separat jeweils am Vorabend- ebenfalls zur Theateraufführung mit "regem Austausch" eingeladen. "In dieser Runde werden dann Fragen beantwortet, die auf Seiten der Eltern bestehen" - so Riedel. Gut wäre, wenn die Eltern anschließend mit ihren Kindern über das Stück reden könnten, lautete der algemeine Wunsch der Verantwortlichen. Am Ende hob Heike Wöhr lobend die Tatsache hervor, dass das Projekt dank der Unterstützung durch mehrere Kooperationspartner bereits zum dritten Mal durchgeführt werden konnte."So etwas ist einzigartig im Landkreis Freudenstadt und es zeigt, dass unser soziales Netzwerk stimmt"."


Foto:Teilnehmer des Pressegespräches v. l. Bernhard Körner vom CVJM Freudenstadt, Heike Wöhr von "donum vitae", Maria Flaig-Maier vom Jugendreferat Horb, Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig, Elke Riedel vom KiJuz Freudenstadt.