Aktuell

Pressemitteilung im August 2018

15 Jahre donum vitae Kreisverein Freudenstadt /
Jubiläumsfeier mit einer Lesung von Sandra Schulz


Horb / Freudenstadt.
Seit 15 Jahren berät der Kreisverein donum vitae in den Beratungsstellen Horb und Freudenstadt schwangere Frauen und werdende Eltern. Dieses Jubiläum wird am Samstag, 29. September, gefeiert. Ab 19 Uhr lädt der Verein ins Freudenstädter Stadthaus ein. Zu Gast ist die Autorin und Spiegel-Redakteurin Sandra Schulz mit ihrem Buch „Das ganze Kind hat so viele Fehler“. Sie stellt mit der sehr persönlichen Geschichte ihrer Schwangerschaft zugleich auch die Frage: Zerbrechen wir an dem Wissen, das wir uns gewünscht haben?

Sandra Schulz ist in der 13. Woche schwanger, als sie nach einer Blutuntersuchung einen gefürchteten Satz hört: „Ich habe leider kein komplett unauffälliges Ergebnis für Sie“, sagt ihr die Ärztin. „Ein Schicksalsschlag“, sagt ihre Familie. Sandra Schulz denkt: Redet nicht so über mein Kind! Sie kämpft um ihre ungeborene Tochter, doch heimlich nennt sie das Wunschkind, das plötzlich keines mehr ist, eine „halbe Sache“ und fragt sich, ob sie ein behindertes Kind lieben können wird. Offen, ehrlich, emotional und berührend lässt Sandra Schulz mit ihrem Buch an einer Schwangerschaft teilhaben, die alles andere als unkompliziert ist – und doch auch eine „Entscheidung aus Liebe“.

Für den Kreisverein donum vitae spiegelt diese wahre Geschichte viele der Nöte und Zweifel wider, mit denen eine Schwangerschaft eben auch einher gehen kann. Zugleich erinnert sie die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder auch an die Gründe, weshalb engagierte Frauen und Männer den Verein vor 15 Jahre auf Kreisebene ins Leben gerufen haben. Donum vitae bedeutet „Geschenk des Lebens“. Doch nicht immer können schwangere Frauen dies so empfinden. Manches Mal ergeben sich aus einer Schwangerschaft so vielfältige Probleme und übergroße Belastungen, dass es unmöglich scheint, dieses „Geschenk des Lebens“ anzunehmen.
Deshalb taten sich auch im Landkreis Freudenstadt Katholikinnen und Katholiken zusammen, als die deutsche Bischofskonferenz im Sommer 1999 aus Rom angewiesen wurde, aus der staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung auszusteigen. Um dennoch schwangere Frauen in Konfliktsituationen nicht alleine zu lassen, schufen engagierte Christen wie Annette Schavan und Winfried Kretschmann mit dem Bundesverband donum vitae die Grundlagen für ein Beratungskonzept aus katholischer Sicht.

Am 9. Januar 2003 gründeten zwölf hiesige Christen den Kreisverein Freudenstadt als eigenständigen, bürgerlich-rechtlichen Verein. Vereinssitz ist in Horb, Hauptgeschäftsstelle ist in Freudenstadt.
Nach wie vor engagieren sich die Gründungsmitglieder Irmgard Duffner, Margret Stimmler und Ursula Nagel im Vorstand des Vereins, dem rund 80 Mitglieder angehören.

Ursula Nagel, Ärztin aus Horb und langjährige Kreisrätin, prägte über 14 Jahre hinweg den Verein als Vorsitzende. Als Beraterin war von Anfang an Ingrid Großmann-Reck dabei, die bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 13 Jahre lang ihre ganze Kompetenz und Erfahrung bei Donum vitae in den Dienst der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung stellte.
Im vergangenen Jahr vollzog sich ein Generationenwechsel. Nachfolgerin von Ursula Nagel wurde die Journalistin Annette Maria Rieger aus Waldachtal, die seither mit Carmen Winz aus Horb und Stefanie Nass aus Baiersbronn den geschäftsführenden Vorstand stellt. Neben Irmgard Duffner und Margret Stimmler gehören außerdem Winfried Asprion als Kassierer und Annette Müller dem erweiterten Vorstand an, der sich monatlich zum Austausch trifft.
In der Horber Beratungsstelle steht Christa Weißer als langjährige Beraterin zur Verfügung. Die Freudenstadt Beratungstelle wird von Judith Kalex und Tamara Stojanovic geführt.

Über donum vitae:
Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes setzt sich Donum vitae ein für den Schutz des ungeborenen Lebens und für die Würde von Frau, Mann und Kind. Die qualifizierten Beraterinnen von Donum vitae bieten umfassende qualifizierte Hilfe an und zeigen in aufmerksamer Zuwendung behutsam Perspektiven für ein Leben mit dem Kind. Donum vitae ist da, wenn es um Fragen zur Schwangerschaft geht und ebenso, wenn ein Schwangerschaftsabbruch erwogen wird. Donum vitae gibt Auskunft bei Fragen zu rechtlichen Ansprüchen wie Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Elterngeld plus, Kindergeld, Elternzeit etc. Die Beraterinnen unterstützen Menschen aller Konfession und Nationalität bei der Klärung ihrer ganz persönlichen Fragen, auf Wunsch auch ganz pragmatisch beim Ausfüllen von Anträgen und bei Bedarf mit einem Babykorb für die Erstausstattung.
Als staatlich anerkannte Beratungsstelle ist der donum vitae Kreisverein berechtigt, einen Beratungsnachweis gemäß §219 StGB auszustellen. Hilfesuchende werden unabhängig von Konfession und Nationalität unterstützt.

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Jahreshauptversammlung im April 2018


Über unsere Jahreshauptversammlung 2018 wurde im Schwarzwälder Bote berichtet.

Den Bericht nachlesen können Sie hier:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.horb-a-n-beratung-auf-der-suche-nach-neuer-bleibe.e47f8067....

Nachdenkliches Theater
über die Liebe

19.03.2018
Für 260 Schüler wurde die Horber Mensa im Schulzentrum zu einem Ort der Aufklärung

Alles nicht so einfach mit der Liebe: Ob nun das Flirten oder gar das erste Mal. Und bloß nicht schwanger werden! All das erlebten rund 260 Schüler als Beobachter in der Mensa des Schulzentrums Hohenberg mit dem Theaterensemble „Q-Rage“ aus Ludwigsburg.
Die beiden Theaterpädagogen Laura Pletzer und Waldemar Schwimmer spielten ihr Stück „Maria“ bereits zum 12. Mal auf Einladung der Schwangerschafts-Beratungsstelle „donum vitae“ und des Jugendreferats der Stadt Horb a. N. Als Kooperationspartner mit im Boot waren auch die Psychologische Beratungsstelle, das Jugendamt FDS, das BDKJ und die Erlacher Höhe. Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Jugendfonds des Landkreises mitfinanziert. So erlebten die achten Klassen des Horber Martin-Gerbert-Gymnasiums, der Realschule Horb und der Gemeinschaftsschule Horb ein manchmal witziges, aber vor allem nachdenkliches Theaterstück, das völlig problemlos auf den verpönten moralischen Zeigefinger verzichten konnte.
Die Schüler schauten dabei den beiden Jugendlichen Maria und Dennis beim ersten Flirt, beim Näherkommen im Kino und immer wieder auch im Zwiespalt mit sich selbst quasi über die Schultern zu. Und in manchen Sätzen der Protagonisten fanden sich die Schüler sicher wieder: „Schule ist voll scheiße“, erklärte Dennis, während Maria zugab: „Ich kann mit meiner Mutter über alles reden, nur nicht über Männer.“ Und Dennis brachte es überdeutlich auf den Punkt: „Sex daheim? Ich glaube meine Alten wissen gar nicht mehr, was das ist! Oder könnt ihr euch vorstellen, dass eure Alten...?“
Irgendwann war er dann aber da, der ganz große Augenblick: Zu zweit, alleine in der sturmfreien Bude. Und die Vorbereitungen darauf liefen geschlechtsspezifisch: Dennis informierte sich in der „Bravo“ und fragte sich: „Ob er überhaupt lang genug ist?“ Maria dagegen kümmerte sich um Romantik, Schönheit und Gemütlichkeit.

Und es kam, wie es kommen musste: Mit dem Kondom ging einiges schief. Am Schluss standen die Ernüchterung und die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft, aber doch auch ein wenig Mut für eine gemeinsame Zukunft. So ließ die Geschichte von Maria und Dennis viel Platz für Interpretationen. Neben den Bühnenakteuren gab es aber noch Eva und Thomas, die via Beamer-Präsentation sehr offen von einer unvorsichtigen Nacht mit der daraus resultierenden Schwangerschaft berichteten und dabei ihren widersprüchlichen Gefühlen freien Lauf ließen.
„Der Funke ist einfach übergesprungen“, freuten sich alle an dem Projekt beteiligten nach dem Auftritt über die konzentriert mitfiebernden Schüler.
Während die Lehrer von den Organisatorinnen Christa Weisser (donum vitae) und Marion Frank (Schulsozialarbeiterin der Realschule) über die Workshops der Schüler informiert wurden, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück – nach Geschlechtern getrennt – in Kleingruppen mit den Workshopleiterinnen und Workshopleitern der genannten Kooperationspartner in zwei Schulstunden thematisch auf.
Solche Theaterstücke machen das Lernen lebendiger und sind sehr wichtig für die Aufklärung über die Problematik ungewollter Schwangerschaften.

Die Akteure des Ensembles "Q-Rage" beim witzigen, aber auch nachdenklich machenden Theaterstück "Maria".


Generationenwechsel im Vorstand des Kreisvereins Freudenstadt von donum vitae

Mehr als 14 Jahre lang haben Ursula Nagel als Vorsitzende und Elisabeth Wütz als ihre Stellvertreterin den Kreisverein Freudenstadt geführt. Jetzt haben beide ihre Ämter abgeben. Ihre Nachfolgerinnen sind Annette Maria Rieger als Vorsitzende sowie Carmen Winz und Stefanie Nass als ihre Stellvertreterinnen. Ursula Nagel wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt.  Zum Artikel über die Jahreshauptversammlung am 18. Juli 2017 geht es hier:

http://www.schwarzwaelder-bote